Wir unterstützen im Moment folgende Projekte
Waisenkinder in Äthiopien
Durch die freundliche Vermittlung von Welella Negussie hatten wir Kontakt zu einer Kleinkindkrippe bekommen, die vom Krankenhaus in Debre Markos in Äthiopien betrieben wurde. Mitarbeiter des dortigen Krankenhauses hatten sich vor einigen Jahren der im Krankenhaus nach der Entbindung zurück gelassenen Säuglinge angenommen und diese ehrenamtlich neben ihrer regulären Arbeit in einem von der Stadt zur Verfügung gestellten Haus betreut. Dieser ehrenamtliche Zusammenschluss erlangte im Dezember 2021 unter dem Namen "Enat Debre Markos Orphanage Center" ein "Certificate of Registration and License" und damit eine rechtliche Stellung, die derjenigen eines Vereins in Deutschland mit entsprechenden Berichtspflichten vergleichgar ist. Seither sind dort nicht nur ehrenamtliche, sondern auch bezahlte Mitarbeiter tätig. Ziel des Vereins ist es, die zurückgelassenen Säuglinge, aber auch auf der Straße oder in prekären Verhältnissen lebende Kinder in einem geschützten Umfeld zu betreuen und ihnen ein Zuhause zu geben. Die Anzahl der Kinder im Alter zwischen 40 Tagen und 9 Jahren hat sich inzwischen auf 55 erhöht. Das Heranwachsen vom Säugling zum Kleinkind konnten wir bei einigen Kindern anhand von Fotos verfolgen.
Da das ursprünglich zur Verfügung gestellte Haus zu klein wurde und auch nicht über die erforderlichen basics zur Betreuung von Säuglingen und Kleinkindern verfügte, hat die Stadtverwaltung 2022 ein größeres Grundstück zur Verfügung gestellt. Darauf soll ein Kinderdorf mit ausreichend Gelände für Außenaktivitäten sowie einer Schule, die auch Kinder von außerhalb des Kinderdorfs besuchen sollen, entstehen. Aufgrund von Spenden waren wir in der Lage, für dieses neue Grundstück bereits zwei Wassertanks zu finanzieren, die inzwischen die Wasserversorgung sicherstellen. Die Errichtung der Gebäude konnte zu unserer großen Freude vorangetrieben werden, weil ein Großspender dafür weitestgehend das notwendige Geld zur Verfügung stellt.
Trotz einiger Spenden ist die Stiftung nur ganz marginal in der Lage, die Gebäude mit zu finanzieren. Das Geld der Stiftung wird genutzt, um das Kinderdorf betreiben zu können, d. h. im wesentlichen für Ernährung, Kleidung und medizinische Versorgung der im Kinderdorf lebenden Kinder, zum Teil auch für die Beschaffung notwendiger Einrichtungsgegenstände und, soweit möglich, auch anteilig für die Gehälter der Angestellten.
Sobald die Schule im Kinderdorf errichtet ist, benötigt das Orphanage Center einen Schulbus, um die außerhalb des Kinderdorfs wohnenden Schüler befördern zu können. Dafür sind Spenden willkommen.
Strassenkinder in Indien

Christiane Gey gründete vor 12 Jahren den gemeinnützigen Verein CHILDSRIGHTS. Childsrights ist ein internationaler, nicht konfessioneller und unpolitischer gemeinnütziger Verein mit Sitz in Spanien, Valencia. Seine Aufgabe ist es, Kindern, die auf der Straße oder in unwürdigen Verhältnissen, wie etwa im Slum leben, eine würdige Zukunft zu bieten. Die im Kinderhaus aufgenommenen Kinder erhalten Obdach, Nahrung, medizinische Versorgung, Erziehung, eine gute Schulbildung, Aufmerksamkeit und Zuneigung. Wie in einer großen Familie leben sie zusammen mit der aus Deutschland stammenden Gründerin, die sich um die Kinder wie eine Mutter kümmert und von ihnen "Mama" genannt wird. Die Stifter haben diese unglaublich engagierte Frau persönlich kennen und sehr zu schätzen gelernt.
Seine Anfänge hatte Childsrights bereits im Jahr 2007. Alle damals und in der Folgezeit aufgenommenen Kinder, die inzwischen das Erwachsenenalter erreicht haben, wurden in die Selbstständigkeit entlassen. Einige von ihnen studieren, andere haben einen auskömmlichen Beruf erlernt.
Inzwischen hat Childsrights ein neues Projekt entwickelt. Auf einem 16000 qm großen Grundstück, 5 km außerhalb vom bisherigen Standort Khajuraho in Madhya Pradesh, entsteht gerade umgeben von Bergen und grünen Feldern ein neues Zuhause. Die Kinder vom Nane Home, dem bisherigen Kinderhaus, werden dort in Kürze einziehen. Auf dem Grundstück soll auch ein Babyhaus für bis zu 40 Waisenkindern im Alter zwischen 0 und 4 Jahren gebaut werden. Der Bedarf dafür ist groß. Denn viele Mütter überleben die Geburt ihrer Kinder nicht. Andere Kleinkinder werden auf der Straße ausgesetzt und laufen Gefahr, in die Hände der Mafia zu geraten. Es ist geplant, dass sich das "Kinderdorf" größtenteils selbst versorgt, indem auf dem großen Grundstück Gemüse und Obst angebaut wird und auch Nutztiere gehalten werden. Zusätzlich soll ein Hostel entstehen, in dem freiwillige Helfer und Gäste untergebracht werden können, ohne die Privatsphäre der Kinder zu stören. Das Ausmaß dieses Projekts ist riesig. Zu seiner Realisierung bedarf es neben viel Idealismus einer großen finanziellen Unterstützung. Aus diesem Grunde ist Childsrights auf Spenden angewiesen.
Mit den geringen Mitteln der Stiftung kann diese sich nicht nennenswert an der Realisierung beteiligen, aber für die tägliche Ernährung, die medizinische Versorgung, Kleidung und das Schulgeld sorgen. Darüber hinaus vermittelt die Stiftung Patenschaften zu einzelnen Kindern vom Nane Home. Die Pateneltern können eine persönliche Beziehung zu ihrem Patenkind aufbauen und aus der Ferne an dessen Leben teilnehmen.
Familienhilfe in Addis Abeba
Dieses Projekt hatte die Stiftung bis Ende 2025 unterstützt. Mit Beginn des Jahres 2026 hat sich der Verein Addis Hiwot Kinderhilfe
e.V., Berlin, aufgelöst.
Zur Erinnerung: Das Projekt wurde im Jahr 2005 durch den genannten Verein in Kooperation mit einem lokalen Verein in Addis Abeba gegründet. Ziel war es, vorrangig allein erziehende Mütter, aber auch junge Familien zu unterstützen. Sie bekommen finanzielle Hilfe für eines ihrer Kinder einschließlich Schuluniform und Schulbedarf. Vorab wird durch einen Sozialarbeiter vor Ort geprüft, ob die Mütter - ggf. nach Teilnahme an einem kostenlosen Seminar - in der Lage sind, neben der Unterstützung auch Eigeninitiative in Projekten ihrer Wahl zu ergreifen (Hilfe zur Selbsthilfe). Hierfür erhalten sie zinslose Mikrokredite, die sie innerhalb von zwei Jahren durch überwachte monatliche Einzahlungen auf ein Sparbuch zurückzahlen müssen, wodurch sie zusätzlich lernen, Geld zu sparen.
Die Stiftung wird versuchen, mit dem lokalen Verein in Addis Abeba Kontakt aufzunehmen und nach Wegen zu suchen, dieses wichtige Projekt weiterhin zu unterstützen.



